Die 9 größten Fehler auf Elektriker- und SHK-Websites (und wie du sie vermeidest)

Auf einen Blick

Ob Elektriker, Sanitärinstallateur oder Heizungsbauer: Wenn ein Kunde einen Rohrbruch hat, die Heizung ausfällt oder eine neue Steckdose braucht, googelt er. Und zwar jetzt, sofort, auf dem Handy. Deine Website hat dann 5 Sekunden, um zu überzeugen. Die häufigsten Fehler: Keine Notdienstnummer sichtbar, kein Einzugsgebiet, keine konkreten Leistungen und eine Seite, die auf dem Smartphone nicht funktioniert. Jeder Fehler bedeutet: Der Auftrag geht an den Konkurrenten.

Elektro- und SHK-Betriebe haben eines gemeinsam: Die meisten Aufträge kommen über Empfehlungen. Aber wer empfohlen wird, wird trotzdem gegoogelt. Und wenn deine Website dann nicht überzeugt, nützt die beste Empfehlung nichts.

Fehler 1: Notdienst-Nummer nicht prominent sichtbar

Das Problem: Du bietest einen 24h-Notdienst an (Rohrbruch, Heizungsausfall, Stromausfall), aber auf deiner Website muss man danach suchen. Die Nummer steht irgendwo auf der Kontaktseite, im gleichen Schriftgrad wie alles andere. Der Kunde mit dem geplatzten Rohr findet sie nicht in 3 Sekunden.

Was es dich kostet: Notdienst-Aufträge sind die lukrativsten Aufträge: Sofortiger Bedarf, hohe Dringlichkeit, der Kunde vergleicht nicht lange. Wenn er die Nummer nicht sofort findet, ruft er den nächsten Treffer bei Google an. Ein einziger verlorener Notdienst-Auftrag kann 200-500 EUR kosten.

Die Lösung: Notdienst-Nummer in den Header, auf jeder Seite sichtbar, in großer Schrift, farblich hervorgehoben. Am besten als klickbarer Tel-Link: "24h Notdienst: 030-12345678". Dazu ein auffälliger Banner auf der Startseite: "Rohrbruch? Heizung ausgefallen? Stromausfall? Wir sind in 30-60 Minuten bei Ihnen." Das ist keine Werbung, das ist ein Service.

Fehler 2: Kein Einzugsgebiet angegeben

Das Problem: Der Kunde in Potsdam weiß nicht, ob du auch zu ihm rausfährst. Der Kunde in Spandau ist sich unsicher. Und der Kunde aus Frankfurt (Oder) ruft an, obwohl du dort gar nicht arbeitest. Deine Website schweigt darüber, wo du tätig bist.

Was es dich kostet: Du verlierst Kunden, die in deinem Einzugsgebiet liegen, aber unsicher sind. Und du verschwendest Zeit mit Anfragen von außerhalb. Gleichzeitig verpasst du Google-Rankings für lokale Suchanfragen: "Elektriker Potsdam" oder "Heizungsinstallateur Spandau" können dir Aufträge bringen, wenn Google weiß, dass du dort arbeitest.

Die Lösung: Nenne dein Einzugsgebiet klar auf der Startseite und auf der Kontaktseite. Am besten mit einer Karte und einer Auflistung der Stadtteile oder Gemeinden. "Unser Einsatzgebiet: Berlin (alle Bezirke), Potsdam, Falkensee, Teltow, Kleinmachnow." Das hilft dem Kunden und deinem Google-Ranking gleichzeitig.

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Fehler 3: Keine konkreten Leistungsbeschreibungen

Das Problem: Unter "Leistungen" steht: "Wir bieten Ihnen alle Leistungen rund um Elektroinstallation." Ein Satz. Der Kunde weiß nicht, ob du auch Wallboxen für E-Autos installierst, Smart-Home einrichtest, E-Checks durchführst oder Photovoltaik-Anlagen anschließt.

Was es dich kostet: Erstens: Der unsichere Kunde ruft nicht an, weil er nicht weiß, ob du das Richtige anbietest. Zweitens: Du wirst bei Google für spezifische Suchanfragen nicht gefunden. "Wallbox installieren Berlin" hat ordentliches Suchvolumen, aber Google zeigt deine Seite nicht an, weil du das Wort "Wallbox" nirgends erwähnst.

Die Lösung: Liste jede Leistung einzeln auf. Für Elektriker zum Beispiel: Elektroinstallation (Neubau und Sanierung), Wallbox-Installation, Smart-Home, E-Check, Photovoltaik-Anschluss, Netzwerktechnik, Sprechanlagen, Notdienst. Für SHK: Heizungsinstallation, Sanitärinstallation, Badsanierung, Rohrreinigung, Wärmepumpen, Solarthermie, Wartungsverträge. Pro Leistung am besten eine eigene Seite mit Beschreibung und Preisindikation.

Fehler 4: Keine Referenzen und Projektfotos

Das Problem: Du hast letzte Woche ein komplettes Badezimmer saniert, eine Wärmepumpe installiert und die Elektrik eines Altbaus erneuert. Aber auf deiner Website steht kein Wort davon. Keine Fotos, keine Kundenstimmen, kein Beweis deiner Qualität.

Was es dich kostet: Der Kunde hat die Wahl zwischen deiner Website (null Referenzen) und der des Konkurrenten (20 Projektfotos mit Vorher-Nachher). Wen würdest du beauftragen? Fehlende Referenzen sind besonders im Handwerk fatal, weil Qualität schwer zu versprechen, aber leicht zu zeigen ist.

Die Lösung: Fotografiere jedes Projekt. Vorher-Nachher bei Badsanierungen und Elektrosanierungen. Fertige Ergebnisse bei Neuinstallationen. Nenne den Ort ("Badsanierung in Berlin-Charlottenburg") und die Art der Arbeit. Kundenstimmen mit Name und Ort sind Gold wert. Bitte zufriedene Kunden aktiv darum: "Darf ich dieses Projekt als Referenz auf meiner Website zeigen?"

Fehler 5: Kontaktdaten nur auf der Kontaktseite

Das Problem: Der Kunde muss erst auf "Kontakt" klicken, um deine Telefonnummer zu finden. Auf der Leistungsseite, auf der Referenzseite, auf der Startseite: überall fehlt die Nummer. Wenn der Kunde überzeugt ist und sofort anrufen will, muss er erst navigieren.

Was es dich kostet: Jeder zusätzliche Klick zwischen "überzeugt" und "Anruf" kostet dich potenzielle Kunden. Im SHK- und Elektrobereich sind spontane Entscheidungen normal: Der Kunde sieht deine Leistungsseite, ist überzeugt und will jetzt anrufen. Ist die Nummer nicht dort, verlierst du den Moment.

Die Lösung: Telefonnummer und E-Mail im Header auf jeder Seite. Auf dem Handy als klickbarer Tel-Link. Auf jeder Leistungsseite am Ende ein Kontaktblock: "Interessiert? Ruf uns an: 030-12345678 oder schreib uns eine E-Mail." Dazu ein Kontaktformular auf jeder Seite oder zumindest einen gut sichtbaren Link dorthin.

Fehler 6: Kein Preisindikation

Das Problem: Der Kunde will wissen, was eine neue Heizung kostet, bevor er anruft. Was eine Badsanierung grob kostet, bevor er einen Termin macht. Auf deiner Website: null Information. Der Kunde hat keine Ahnung, ob er mit 5.000 oder 50.000 EUR rechnen muss.

Was es dich kostet: Kunden, die keine Preisvorstellung haben, rufen seltener an. Sie fürchten, "über den Tisch gezogen" zu werden. Gleichzeitig verpasst du Google-Traffic: "Badsanierung Kosten" oder "Wallbox Installation Preis" sind häufig gesuchte Begriffe.

Die Lösung: Du musst keine Festpreise nennen (das geht im Handwerk oft nicht). Aber gib Orientierung: "Badsanierung: ab ca. 8.000 EUR, je nach Größe und Ausstattung", "Wallbox-Installation: ab ca. 1.500 EUR inkl. Material", "E-Check: ab 120 EUR". "Ab-Preise" mit dem Hinweis "Individuelles Angebot nach Vor-Ort-Termin" sind völlig in Ordnung und extrem hilfreich für den Kunden.

Fehler 7: Veraltete Website mit Copyright 2018

Das Problem: Die Website wurde einmal erstellt und nie wieder angefasst. Im Footer steht "© 2018", die Öffnungszeiten stimmen nicht mehr, der Mitarbeiter auf dem Teamfoto arbeitet seit 2 Jahren woanders und unter "Aktuelles" steht "Frohe Weihnachten 2019".

Was es dich kostet: Veraltete Websites signalisieren: "Diesem Betrieb sind seine Kunden egal." Im SHK- und Elektrobereich kommt noch etwas dazu: Die Technik entwickelt sich ständig weiter (Wärmepumpen, Smart Home, Wallboxen, PV-Anlagen). Wer seine Website nicht aktuell hält, wirkt, als wäre er technisch stehengeblieben.

Die Lösung: Entweder regelmäßig aktualisieren (neue Projekte, neue Leistungen, aktuelle Infos zu Förderprogrammen) oder alles entfernen, was veralten kann. Copyright-Jahr automatisch aktuell halten. Teamfotos aktuell halten. Und wenn die Website insgesamt aussieht wie aus einer anderen Ära: Neustart.

Fehler 8: Nicht mobilfähig

Das Problem: Der Kunde steht mit dem Smartphone vor dem kaputten Boiler und sucht nach einem Installateur. Deine Website: Schrift zu klein, Telefonnummer nicht klickbar, Menü funktioniert nicht, Bilder ragen über den Rand. Er wischt weiter zum nächsten Ergebnis.

Was es dich kostet: Über 60% der Besucher kommen mit dem Handy. Bei Notdienst-Anfragen sind es sogar über 80%. Wenn deine Seite mobil nicht funktioniert, verlierst du die lukrativsten Aufträge. Google rankt nicht-mobile Websites außerdem schlechter, also wirst du erst gar nicht gefunden.

Die Lösung: Mobile First. Teste alles auf dem Smartphone: Text lesbar? Nummer klickbar? Notdienst-Banner sichtbar? Formular bedienbar? Ladezeit unter 3 Sekunden? Wenn du bei einer dieser Fragen "nein" sagst, hilft keine Kosmetik. Du brauchst eine neue, mobilfähige Website.

Fehler 9: Kein Google-Unternehmensprofil

Das Problem: Wenn jemand "Elektriker in der Nähe" googelt, zeigt Google zuerst die Karte mit lokalen Ergebnissen. Du bist nicht dabei. Weil du kein Google-Unternehmensprofil hast. Oder es ist unvollständig: keine Fotos, keine Bewertungen, falsche Öffnungszeiten.

Was es dich kostet: Das Google-Unternehmensprofil ist für lokale Handwerker der wichtigste Akquise-Kanal nach Empfehlungen. "Elektriker + Stadt" und "Installateur in der Nähe" werden tausendfach pro Monat gesucht. Ohne Google-Profil bist du unsichtbar.

Die Lösung: Erstelle oder vervollständige dein Google-Unternehmensprofil: Alle Kontaktdaten, Einzugsgebiet, Öffnungszeiten (auch Notdienst-Zeiten), Fotos (Team, Werkstatt, abgeschlossene Projekte), alle Leistungen. Dann: Bewertungen sammeln. Bitte jeden zufriedenen Kunden um eine Google-Bewertung. 20+ Bewertungen mit 4,5+ Sternen machen dich zur ersten Wahl in deiner Region.

Bonus: Die unsichtbaren technischen Fehler

  • Kein SSL-Zertifikat: "Nicht sicher" im Browser schreckt Kunden ab, besonders wenn sie ein Kontaktformular ausfüllen sollen.
  • Ladezeit über 3 Sekunden: Oft durch übergroße Bilder verursacht. Komprimiere Projektfotos auf unter 200 KB.
  • Keine lokale SEO: Dein Einzugsgebiet steht nicht im Title-Tag, nicht in den Überschriften, nicht in den Meta-Beschreibungen. Google weiß nicht, wo du arbeitest.
  • Kein Schema Markup: Mit LocalBusiness-Schema zeigt Google dein Unternehmen mit Bewertungen, Telefonnummer und Öffnungszeiten direkt in den Suchergebnissen.
  • Kaputte Kontaktformulare: Du glaubst, du bekommst Anfragen per Formular. In Wahrheit funktioniert es seit Monaten nicht. Teste es regelmäßig.

Schnell-Check: Hat deine Elektriker- oder SHK-Website diese Fehler?

5 Fragen, 2 Minuten:

  1. Notdienst: Findet ein Kunde in 3 Sekunden deine Notdienst-Nummer, wenn er sie braucht?
  2. Einzugsgebiet: Steht klar auf der Website, wo du arbeitest?
  3. Leistungen: Sind alle einzelnen Leistungen aufgelistet (nicht nur "alles rund um Elektro/SHK")?
  4. Mobil: Funktioniert alles auf dem Smartphone, inklusive klickbarer Telefonnummer?
  5. Google: Hast du ein vollständiges Google-Unternehmensprofil mit mindestens 10 Bewertungen?

Mehr als 2x "nein"? Dann verlierst du Aufträge durch deine Website.

Warum eine professionelle Website kein Luxus ist

Ein einziger Heizungsauftrag bringt dir 3.000-15.000 EUR. Eine Badsanierung 8.000-25.000 EUR. Selbst ein kleiner E-Check bringt 120 EUR. Wenn deine Website dir nur einen zusätzlichen Auftrag pro Monat bringt, hat sie sich sofort amortisiert.

Anbieter wie KI-WebSichtbar erstellen Elektriker- und SHK-Websites in 24-48 Stunden: mit prominenter Notdienst-Nummer, Leistungsseiten, Einzugsgebiet-Karte und lokalem SEO. Zum Festpreis ab 1.499 EUR, ohne Abo, ohne WordPress-Wartung.

FAQ

Braucht ein kleiner Elektrobetrieb wirklich eine Website? Ja. Auch wenn deine Aufträge aktuell über Empfehlungen kommen: Wer dich empfohlen bekommt, googelt dich trotzdem. Ohne Website bist du die Empfehlung, die nicht überprüfbar ist. Mit Website bist du die Empfehlung, die bestätigt wird.

Was kostet eine professionelle Website für Elektriker oder SHK-Betriebe? Baukästen ab 10 EUR/Monat (aber oft unprofessionell). Festpreis-Anbieter ab ca. 1.500 EUR. Agenturen 5.000-15.000 EUR. Für Handwerksbetriebe ist ein Festpreis-Anbieter mit Branchenkenntnis die beste Wahl.

Wie bekomme ich als Handwerker mehr Google-Bewertungen? Frage nach jedem abgeschlossenen Auftrag. Am besten per QR-Code auf der Rechnung oder per SMS/WhatsApp-Nachricht mit Link. "Waren Sie mit unserer Arbeit zufrieden? Wir freuen uns über eine Google-Bewertung." Timing ist entscheidend: direkt nach dem Auftrag, wenn die Zufriedenheit am höchsten ist.

Sollte ich Preise auf meiner Handwerker-Website nennen? Ja, zumindest "ab-Preise". Kunden wollen eine Orientierung, bevor sie anrufen. "Wallbox-Installation: ab 1.500 EUR" oder "Badsanierung: ab 8.000 EUR" schafft Transparenz und filtert Anfragen, die nicht zu deinem Preislevel passen.

Wie wichtig ist die Ladezeit meiner Handwerker-Website? Extrem wichtig, besonders für Notdienst-Anfragen. Der Kunde mit dem Rohrbruch wartet keine 5 Sekunden. Wenn deine Seite nicht in 2-3 Sekunden geladen hat, ruft er den nächsten an. Übergroße Bilder sind der häufigste Grund für langsame Websites.

Muss mein Handwerksbetrieb DSGVO-konform sein? Ja. SSL-Zertifikat, Cookie-Banner, lokal gehostete Schriftarten, vollständiges Impressum mit Handwerksrolle-Eintrag und Datenschutzerklärung sind Pflicht. Verstöße kosten 1.000-5.000 EUR pro Abmahnung. Besonders Google Fonts von externen Servern zu laden ist seit 2022 ein häufiger Abmahngrund.

Wie kann ich mich als freier Elektrobetrieb online von größeren Firmen abheben? Zeige deine Vorteile: Schnellere Reaktionszeiten ("Termin innerhalb von 48 Stunden"), persönlicher Ansprechpartner (immer der Meister, nicht ein Call-Center), regionale Nähe und Flexibilität. Echte Google-Bewertungen von zufriedenen Kunden sind dein stärkstes Argument. Große Firmen haben oft schlechte Bewertungen wegen langer Wartezeiten und unpersönlichem Service.

Lohnt es sich, Förderprogramme auf der Website zu erwähnen? Ja, sehr. Viele Kunden wissen nicht, dass sie für Wärmepumpen, Solarthermie oder energetische Sanierung Förderungen bekommen können. Wenn du auf deiner Website erklärst "Wärmepumpe ab 8.000 EUR, bis zu 40% Förderung möglich" landest du bei Google für "Wärmepumpe Förderung" und ziehst kaufbereite Kunden an.

Warum ist WordPress für Elektro- und SHK-Betriebe oft keine gute Wahl? WordPress braucht ständige Pflege: Updates, Sicherheits-Patches, Plugin-Konflikte. Wenn du auf der Baustelle bist und niemand die Website wartet, wird sie langsam und unsicher. Statische Websites laden schneller, sind sicher und wartungsfrei. Einmal aufgesetzt, läuft sie jahrelang ohne dass du dich darum kümmern musst.