Was muss auf eine Arztpraxis-Website? Die komplette Checkliste 2026
Eine Arztpraxis-Website braucht mindestens: Online-Terminbuchung, vollständige Sprechzeiten mit Notfallnummer, Team-Vorstellung mit Qualifikationen, verständliche Behandlungsübersicht, Anfahrtsbeschreibung mit Parkinfos, Kontaktdaten und die rechtlich vorgeschriebenen Seiten (Impressum, Datenschutz, Cookie-Banner). Patienten erwarten heute, dass sie alle Informationen online finden, bevor sie anrufen.
Warum braucht eine Arztpraxis eine professionelle Website?
Über 70 % der Patienten recherchieren online, bevor sie eine neue Praxis aufsuchen. Sie suchen nach Sprechzeiten, Behandlungsspektrum und Bewertungen. Wenn deine Praxis bei dieser Suche nicht auftaucht oder die Website veraltet wirkt, landen die Patienten bei der Konkurrenz.
Besonders für Zahnärzte, Fachärzte und neue Praxen gilt: Eine professionelle Website ist kein Luxus, sondern ein Muss. Der erste Eindruck entscheidet. Eine Praxis, deren Website aussieht wie aus dem Jahr 2010, wirkt auch medizinisch nicht auf dem neuesten Stand.
Hinzu kommt: Ärztebewertungsportale wie Jameda oder Google zeigen zwar Basisinformationen, aber du hast dort kaum Kontrolle über die Darstellung. Auf deiner eigenen Website bestimmst du, welche Behandlungen du hervorhebst, welche Bilder gezeigt werden und welche Botschaft du sendest. Portale ergänzen deine Website, ersetzen sie aber nicht.
Ein weiterer Faktor: Personal. Auch MFA und Auszubildende informieren sich online über potenzielle Arbeitgeber. Eine moderne, ansprechende Praxis-Website hilft nicht nur bei der Patientengewinnung, sondern auch bei der Mitarbeitersuche.
Die 10 Pflicht-Elemente deiner Arztpraxis-Website
1. Online-Terminbuchung
Das wichtigste Feature einer modernen Praxis-Website. Patienten wollen Termine buchen, wann es ihnen passt, nicht nur während der Telefonzeiten. Eine Integration von Doctolib, Jameda oder einem eigenen Buchungstool reduziert gleichzeitig die Telefonbelastung deines Praxisteams.
Wichtig: Die Terminbuchung muss DSGVO-konform sein. Gesundheitsdaten sind besonders schützenswerte Daten nach Art. 9 DSGVO. Der Buchungsanbieter braucht einen Auftragsverarbeitungsvertrag und Server in der EU.
2. Sprechzeiten und Erreichbarkeit
Prominente Darstellung der Sprechzeiten auf der Startseite. Nicht versteckt im Footer, sondern sofort sichtbar. Dazu gehören: reguläre Sprechzeiten, Telefon-Sprechzeiten (falls abweichend), Urlaubszeiten und Vertretungsregelungen, Notfallnummer oder Hinweis auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117).
Tipp: Differenziere zwischen offener Sprechstunde und Terminsprechstunde, falls du beides anbietest. "Offene Sprechstunde Mo, Mi, Fr 8-10 Uhr. Terminsprechstunde Mo-Fr 10-17 Uhr." Für Zahnärzte: Schmerzsprechstunde klar kennzeichnen, denn das ist ein häufiger Suchbegriff.
3. Behandlungsübersicht
Patienten suchen gezielt nach bestimmten Behandlungen. "Bietet diese Praxis Implantate an?" "Macht der Orthopäde auch Stoßwellentherapie?" Jede Behandlung, die du anbietest, verdient eine eigene Unterseite mit verständlicher Erklärung. Keine medizinischen Fachbegriffe ohne Erläuterung.
Pro Behandlungsseite: Was ist die Behandlung? Für wen ist sie geeignet? Wie läuft sie ab? Wie viele Sitzungen sind üblich? Wird sie von der Krankenkasse übernommen? Diese Struktur beantwortet die wichtigsten Patientenfragen und rankt gleichzeitig bei Google für behandlungsspezifische Suchanfragen.
4. Team-Vorstellung
Patienten wollen wissen, wer sie behandelt. Für jeden Arzt und jede Ärztin: professionelles Foto, fachliche Qualifikationen, Zusatzbezeichnungen und Schwerpunkte. Auch das Praxisteam (MFA, Prophylaxe-Assistentinnen) darf vorgestellt werden. Das schafft Vertrauen noch vor dem ersten Besuch.
5. Anfahrt und Erreichbarkeit
Google Maps Einbindung, Adresse, Parkmöglichkeiten, ÖPNV-Anbindung, Barrierefreiheit. Patienten mit akuten Beschwerden wollen nicht suchen. Je einfacher der Weg zur Praxis beschrieben ist, desto besser. Tipp: Auch die Stockwerk-Angabe und ob es einen Aufzug gibt, nicht vergessen.
6. Kontaktmöglichkeiten
Telefonnummer (klickbar auf Mobilgeräten), E-Mail-Adresse, Kontaktformular für nicht-dringende Anfragen. Wichtig: Klarer Hinweis, dass medizinische Notfälle telefonisch und nicht per E-Mail gemeldet werden sollen.
Für Zahnärzte besonders relevant: Eine separate Schmerzpatienten-Nummer oder ein Hinweis "Bei akuten Zahnschmerzen rufen Sie bitte direkt an. Wir nehmen Schmerzpatienten nach Möglichkeit noch am selben Tag dran." Das zeigt Empathie und Service-Orientierung.
7. Praxisräume zeigen
Echte Fotos deiner Praxisräume nehmen Patienten die Angst. Besonders bei Zahnärzten: Ein modernes, helles Behandlungszimmer wirkt einladender als das Unbekannte. Professionelle Fotos lohnen sich hier besonders.
Zeig: den Empfangsbereich (einladend, nicht steril), die Behandlungsräume (modern, sauber), den Wartebereich (bequem, freundlich) und die technische Ausstattung. Ein professioneller Fotograf kostet 300 bis 500 EUR und liefert Bilder, die du jahrelang nutzen kannst. Achte darauf, dass keine Patientendaten oder Bildschirme mit sensiblen Informationen im Hintergrund sichtbar sind.
8. Patienteninformationen
Erstpatienten brauchen Orientierung: Was soll ich zum ersten Termin mitbringen? Wie läuft die Anmeldung ab? Gibt es Formulare zum Vorab-Ausfüllen (als Download)? Eine eigene Seite "Für neue Patienten" beantwortet diese Fragen und entlastet dein Praxisteam.
Was auf die Erstbesuch-Seite gehört: Checkliste für den ersten Termin (Versichertenkarte, Überweisungsschein, bisherige Befunde), Anamnesebogen zum Download, Ablauf der Erstuntersuchung, Hinweise zur Wartezeit und ob Begleitpersonen mitkommen dürfen. Je mehr Unsicherheit du vorab wegnimmst, desto positiver ist der erste Eindruck.
9. Impressum mit Pflichtangaben
Für Arztpraxen gelten besondere Impressumspflichten. Zusätzlich zu den üblichen Angaben müssen enthalten sein: Approbation (von welcher Behörde erteilt), zuständige Kassenärztliche Vereinigung, Berufsbezeichnung und Staat der Verleihung, berufsrechtliche Regelungen (Verweis auf Berufsordnung), zuständige Aufsichtsbehörde.
10. Datenschutzerklärung
Besonders kritisch bei Arztpraxen: Gesundheitsdaten sind nach DSGVO besonders schützenswerte Daten. Die Datenschutzerklärung muss detailliert erklären, welche Daten über Kontaktformulare und Terminbuchungen erhoben werden und wie diese verarbeitet werden. Ein DSGVO-konformer Cookie-Banner ist ebenfalls Pflicht.
Du willst eine Website, die wirklich Kunden bringt?
KI-WebSichtbar entdeckenDie 5 Kür-Elemente die den Unterschied machen
1. Patientenbewertungen einbinden
Google-Bewertungen oder Jameda-Bewertungen direkt auf der Website zeigen. Positive Erfahrungsberichte von echten Patienten sind das stärkste Vertrauenssignal im Gesundheitsbereich. Die Einbindung von Google-Reviews auf der Startseite funktioniert technisch einfach und zeigt Bewertungen in Echtzeit. Tipp: Reagiere immer professionell auf negative Bewertungen. Eine sachliche, empathische Antwort auf eine kritische Bewertung wirkt oft stärker als zehn positive Bewertungen.
2. Praxis-Blog mit Gesundheitstipps
Ein Blogartikel "Wann brauche ich eine professionelle Zahnreinigung?" bringt Patienten über Google auf deine Seite. Wichtig: Medizinische Inhalte müssen fachlich korrekt sein. Kein Ersatz für eine ärztliche Beratung, aber ein guter Einstieg.
3. Videorundgang durch die Praxis
Ein kurzes Video (60 bis 90 Sekunden) durch die Praxisräume senkt die Hemmschwelle für Neupatienten erheblich. Besonders bei Zahnärzten, wo viele Patienten Behandlungsangst haben. Zeig den Weg von der Eingangstür über den Empfang bis zum Behandlungsraum. Der Patient weiß dann schon beim ersten Besuch, was ihn erwartet. Das Video muss nicht professionell produziert sein. Ein ruhig gefilmter Rundgang mit dem Smartphone reicht, wenn die Praxis sauber und einladend aussieht.
4. Krankenkassen-Information
Welche Leistungen werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen? Was sind IGeL-Leistungen? Transparenz bei den Kosten schafft Vertrauen und verhindert unangenehme Überraschungen. Eine Übersichtstabelle (Kassenleistung vs. Privatleistung vs. IGeL) hilft Patienten bei der Orientierung und reduziert Rückfragen am Empfang.
5. Karriere-Seite
Der Fachkräftemangel betrifft auch Arztpraxen. Eine Karriere-Seite mit offenen Stellen, Praxiskultur und Benefits hilft bei der Suche nach MFA, Auszubildenden und Vertretungsärzten. Zeig, was deine Praxis als Arbeitgeber besonders macht: modernes Equipment, gutes Team, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten. MFA informieren sich online über potenzielle Arbeitgeber, genau wie Patienten über ihre Praxis.
Welche Seiten braucht eine Arztpraxis-Website?
Startseite
├── Behandlungen / Leistungen
│ ├── Behandlung 1 (z.B. Prophylaxe)
│ ├── Behandlung 2 (z.B. Implantologie)
│ ├── Behandlung 3 (z.B. Ästhetische Zahnheilkunde)
│ └── Behandlung 4 (z.B. Kinderzahnheilkunde)
├── Team
│ └── Ärzte, Fachpersonal, Auszubildende
├── Praxis
│ └── Räumlichkeiten, Ausstattung, Philosophie
├── Für neue Patienten
│ └── Ablauf, Formulare, Checkliste Erstbesuch
├── Sprechzeiten & Kontakt
│ └── Zeiten, Telefon, Formular, Anfahrt, Maps
├── Online-Terminbuchung
│ └── Doctolib / Jameda / eigenes Tool
├── Aktuelles / Blog (optional)
├── Karriere (optional)
├── Impressum
└── Datenschutz
Was unterscheidet eine gute Praxis-Website von einer schlechten?
Patientenperspektive statt Arztperspektive. Viele Praxis-Websites lesen sich wie ein Lebenslauf: Studium hier, Facharztausbildung dort, Mitgliedschaft in drei Fachgesellschaften. Das ist wichtig, aber sekundär. Primär will der Patient wissen: "Kann mir diese Praxis bei meinem Problem helfen?" Formuliere aus Sicht des Patienten. "Du hast Zahnschmerzen und brauchst schnell einen Termin? Wir nehmen Schmerzpatienten noch am selben Tag dran."
Einheitliche Bildsprache. Die Farben, Schriften und der Stil deiner Website sollten zur realen Praxis passen. Wenn deine Website in kühlem Blau gehalten ist, die Praxis aber in warmen Erdtönen eingerichtet ist, entsteht ein Bruch. Stimmigkeit zwischen Online-Auftritt und Praxis-Erlebnis stärkt das Vertrauen.
Aktualität. Sprechzeitenänderungen, neue Teamitglieder, neue Behandlungsangebote. Alles muss zeitnah aktualisiert werden. Patienten, die wegen falscher Sprechzeiten vor verschlossener Tür stehen, kommen nicht wieder.
Die 3 häufigsten Fehler bei Arztpraxis-Websites
Fehler 1: Keine Online-Terminbuchung
In einer Zeit, in der Patienten bei jedem Restaurant online reservieren können, ist eine Praxis ohne Online-Terminbuchung ein Anachronismus. Besonders jüngere Patienten erwarten diese Funktion. Wer sie nicht bietet, verliert Neupatienten an die Praxis nebenan.
Fehler 2: Medizinischer Fachjargon
"Endodontie", "Parodontologie", "Osteodensitometrie". Patienten verstehen diese Begriffe nicht und fühlen sich nicht angesprochen. Schreib so, wie du mit deinen Patienten sprichst: verständlich, klar, auf Augenhöhe. Den Fachbegriff kannst du in Klammern dahinter setzen. Statt "Endodontische Behandlung" besser "Wurzelbehandlung (Endodontie)." So finden dich sowohl Patienten als auch Google.
Fehler 3: Veraltetes Design mit Stockfotos
Eine Praxis-Website mit generischen Stockfotos von lächelnden Models in weißen Kitteln wirkt unglaubwürdig. Patienten wollen die echte Praxis sehen, das echte Team. Investiere einmalig in professionelle Fotos deiner Räume und deines Teams.
Checkliste zum Abhaken
Pflicht-Elemente
- Online-Terminbuchung (DSGVO-konform, Server in EU)
- Sprechzeiten prominent auf Startseite
- Notfallnummer oder Verweis auf 116 117
- Urlaubszeiten und Vertretungsregelungen
- Behandlungsübersicht mit eigenen Unterseiten
- Behandlungen in verständlicher Sprache erklärt
- Team-Vorstellung mit Fotos und Qualifikationen
- Anfahrt mit Google Maps, Parken, ÖPNV
- Barrierefreiheits-Infos (Aufzug, Erdgeschoss)
- Kontaktformular mit Hinweis auf Notfallverhalten
- Telefonnummer klickbar auf Mobilgeräten
- Echte Praxisfotos (keine Stockbilder)
- Patienteninformationen für Erstbesuch
- Impressum mit ärztlichen Pflichtangaben
- Datenschutzerklärung (Gesundheitsdaten beachten)
- Cookie-Banner (DSGVO-konform)
- Responsive Design (Smartphone + Tablet)
- SSL-Zertifikat (HTTPS)
Kür-Elemente
- Patientenbewertungen (Google/Jameda) eingebunden
- Blog mit Gesundheitstipps
- Videorundgang durch die Praxis
- Krankenkassen-Informationen (GKV/PKV/IGeL)
- Karriere-Seite mit offenen Stellen
- Formulare zum Download (Erstanamnese)
Local SEO
- Google Business Profil vollständig gepflegt
- Kategorie korrekt (z.B. "Zahnarzt" oder "Facharzt für...")
- Bewertungen aktiv sammeln und beantworten
- Lokale Keywords (z.B. "Zahnarzt Berlin Mitte")
- Schema.org MedicalBusiness Markup
Weiterlesen für Arztpraxen
FAQ
Was kostet eine Website für eine Arztpraxis? Eine professionelle Praxis-Website kostet zwischen 1.500 und 6.000 EUR. Einfache One-Pager mit Sprechzeiten und Kontakt starten ab 1.499 EUR. Umfangreiche Websites mit Behandlungsseiten, Team-Vorstellung und Blog liegen bei 3.499 bis 4.999 EUR.
Brauche ich als Arzt eine eigene Website? Ja. Jameda und Doctolib ersetzen keine eigene Website. Auf Portalen kontrollierst du nicht, welche Inhalte neben deinem Profil angezeigt werden. Auf deiner eigenen Website bestimmst du die Darstellung, die Inhalte und die Botschaft.
Welche besonderen Impressumspflichten gelten für Ärzte? Zusätzlich zu den üblichen Pflichtangaben müssen Ärzte die Approbationsbehörde, die zuständige Kassenärztliche Vereinigung, die Berufsbezeichnung, den verleihenden Staat und die geltende Berufsordnung angeben.
Muss die Online-Terminbuchung DSGVO-konform sein? Unbedingt. Gesundheitsdaten sind nach Art. 9 DSGVO besonders geschützt. Der Anbieter der Terminbuchung braucht einen Auftragsverarbeitungsvertrag, Server in der EU und eine verschlüsselte Datenübertragung.
Darf ich Patientenbewertungen auf meiner Website zeigen? Ja, solange die Bewertungen öffentlich zugänglich sind (z.B. Google-Bewertungen). Eingebettete Google-Reviews sind rechtlich unkritisch. Eigene Testimonials brauchen eine schriftliche Einwilligung des Patienten.
Wie oft sollte ich meine Praxis-Website aktualisieren? Sprechzeiten, Urlaubszeiten und Teamänderungen sofort aktualisieren. Behandlungsseiten mindestens einmal jährlich prüfen. Ein Blog profitiert von monatlichen Beiträgen, ist aber kein Muss.
Sind Stockfotos auf einer Praxis-Website in Ordnung? Nein. Patienten erwarten echte Bilder deiner Praxis und deines Teams. Investiere einmalig 300 bis 500 EUR in einen Fotografen. Das Ergebnis nutzt du jahrelang und es schafft deutlich mehr Vertrauen als Stockmaterial.
Was ist der größte Fehler bei Praxis-Websites? Keine Online-Terminbuchung anbieten. In einer Welt, in der alles online buchbar ist, wirkt eine Praxis ohne diese Funktion nicht zeitgemäß. Die Hürde, zum Telefon zu greifen, ist für viele Patienten zu hoch.
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