Website-Studie 2026: Wir haben 1.872 Betriebs-Websites geprüft. Das ist der Stand.

Auf einen Blick

Wir haben am 1. September 2026 die Websites von 1.872 deutschen Dienstleistungsbetrieben automatisiert geprüft. Die Kernergebnisse: 5,6 Prozent der hinterlegten Websites sind tot oder fehlerhaft, jede zehnte läuft ohne HTTPS, 31,7 Prozent haben keine Meta-Description und 15,5 Prozent zeigen auf der Startseite keinen Impressum-Link. 17 Prozent der gelisteten Betriebe haben gar keine Website.

Erhoben: 1. September 2026
Das Wichtigste in Kürze
  • Geprüft wurden 1.872 Betriebs-Websites aus zwei Dienstleistungsbranchen (Hundedienstleister und Brandschutz), je genau ein Aufruf der Startseite mit technischer Auswertung.
  • 5,6 Prozent der hinterlegten Websites sind nicht erreichbar oder liefern Fehler. Diese Betriebe verweisen aktiv auf eine kaputte Adresse.
  • 10 Prozent laufen ohne HTTPS, 31,7 Prozent ohne Meta-Description, 15,5 Prozent ohne sichtbaren Impressum-Link auf der Startseite.
  • Die gute Nachricht: Die Ladezeiten sind besser als ihr Ruf. Der Median liegt bei 0,47 Sekunden, nur 7,3 Prozent brauchen länger als 3 Sekunden.

Wie wir gemessen haben

Transparenz zuerst, denn ohne Methodik ist jede Studien-Zahl wertlos: Wir betreiben die Branchenverzeichnisse hundeservice24.com und brandschutzfinder.de. Dort sind insgesamt 2.255 eindeutige Betriebe gelistet, 1.872 davon mit hinterlegter Website-Adresse. Genau diese 1.872 Startseiten haben wir am 1. September 2026 automatisiert abgerufen: ein einziger Aufruf pro Betrieb, 8 Sekunden Zeitlimit, Weiterleitungen wurden verfolgt.

Ausgewertet wurden nur technische Signale der Startseite: Erreichbarkeit, HTTPS, Mobile-Viewport, Impressum-Link, Title und Meta-Description, Ladezeit und erkennbares CMS. Keine Unterseiten, keine inhaltliche Bewertung, keine Namen einzelner Betriebe.

Drei Dinge sagen wir bewusst dazu:

  • Die Stichprobe ist nicht repräsentativ für alle KMU. Sie umfasst zwei Dienstleistungsbranchen, deren Betriebe in unseren Verzeichnissen stehen. Dafür ist sie groß, aktuell und vollständig nachvollziehbar.
  • On-Page-Quoten beziehen sich nur auf erreichbare Seiten (1.768 mit Status 200), nicht auf die Gesamtstichprobe. Das rechnet die Ergebnisse konservativ, nicht dramatisch.
  • "Kein Impressum-Link auf der Startseite" ist keine Rechtsbewertung. Ein Impressum kann auf einer Unterseite existieren. Die Zahl misst Sichtbarkeit, nicht Rechtsverstöße.
Von der Liste zur MessungErhebung vom 1. September 2026, ein Startseiten-Abruf je Betrieb2.255gelistete Betriebe1.872mit Website-URL, alle geprüft1.768erreichbar (Status 200)
Stichprobe der Website-Studie 2026: 2.255 gelistete Betriebe, 1.872 geprüfte Websites, 1.768 erreichbar.

Jeder sechste Betrieb hat gar keine Website

Bevor es um Qualität geht, die Basisfrage: Wie viele Betriebe sind überhaupt mit eigener Website online?

Branche Gelistete Betriebe Mit Website Ohne Website
Hundedienstleister (Friseure, Schulen, Pensionen u. a.) 2.050 1.680 (82,0 %) 18,0 %
Brandschutz-Dienstleister 205 192 (93,7 %) 6,3 %
Gesamt 2.255 1.872 (83,0 %) 17,0 %
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Der Unterschied zwischen den Branchen ist deutlich: Im B2B-geprägten Brandschutz ist die eigene Website fast Standard, bei konsumentennahen Hundedienstleistern fehlt sie bei fast jedem fünften Betrieb. Wer dort mit einer professionellen Seite antritt, konkurriert also gegen ein Feld, in dem ein relevanter Teil gar nicht erst mitspielt. Was eine solche Seite kostet, haben wir im Ratgeber Website erstellen lassen: Kosten aufgeschlüsselt.

Wer hat eine eigene Website?Anteil der Betriebe mit hinterlegter Website je BrancheBrandschutz (B2B)93,7 %Hundedienstleister (B2C)82,0 %Gesamt: 83,0 % von 2.255 Betrieben. 17,0 % sind ohne eigene Website online gelistet.
Website-Quote nach Branche: Brandschutz 93,7 Prozent, Hundedienstleister 82,0 Prozent.

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5,6 Prozent verweisen auf eine tote Website

104 der 1.872 hinterlegten Adressen liefern keine funktionierende Seite: Verbindungsfehler, Zeitüberschreitung, SSL-Fehler oder ein Fehlercode. Das ist mehr als ein Schönheitsfehler. Diese Betriebe haben ihre Website irgendwann bezahlt, in Verzeichnisse und Profile eingetragen, und verweisen heute auf eine Adresse, die Kunden eine Fehlermeldung zeigt.

Der Befund deckt sich mit dem, was wir in Website-Audits regelmäßig sehen: Websites sterben leise. Der Hoster stellt um, das Zertifikat läuft ab, die Domain wird nicht verlängert, und niemand merkt es, weil niemand die eigene Seite aufruft.

Jede zehnte Website läuft ohne HTTPS

90,0 Prozent der geprüften Websites landen nach Weiterleitungen auf einer verschlüsselten https-Adresse. Umgekehrt heißt das: Jede zehnte Betriebs-Website ist 2026 noch ohne HTTPS unterwegs. Browser markieren solche Seiten als "Nicht sicher", Google nutzt HTTPS seit Jahren als Ranking-Signal, und bei jedem Kontaktformular ohne Verschlüsselung gehen personenbezogene Daten offen durchs Netz.

Im Branchenvergleich: Brandschutz 95,3 Prozent HTTPS, Hundedienstleister 89,4 Prozent. Auch hier ist der B2B-Bereich weiter.

Fast jede dritte Website ist für Google stumm

31,7 Prozent der erreichbaren Websites haben keine Meta-Description. Das ist die Textzeile, die Google und Bing unter dem Seitentitel im Suchergebnis anzeigen. Fehlt sie, baut sich die Suchmaschine selbst etwas aus dem Seiteninhalt zusammen, oft einen zufälligen Satzfetzen aus der Navigation.

Praktisch bedeutet das: Fast jede dritte Betriebs-Website überlässt ihren ersten Eindruck im Suchergebnis dem Zufall. Dabei ist die Meta-Description einer der ältesten und billigsten Hebel der Suchmaschinenoptimierung. Sie kostet zwei Sätze Arbeit pro Seite und entscheidet mit, ob aus einer Google-Anzeige-Position ein Klick wird. Wo deine Seite aktuell steht, zeigt dir unser kostenloser Google-Ranking-Check.

Der Mobile-Befund fällt besser aus: Nur 6,8 Prozent der Seiten haben keinen Viewport-Tag, sind also auf dem Smartphone nicht sauber skaliert. Responsive Design ist 2026 weitgehend angekommen. Dass Tempo trotzdem zählt, zeigte Google schon 2016: 53 Prozent der Mobilbesucher brechen ab, wenn eine Seite länger als 3 Sekunden lädt.

Die sechs Befunde auf einen BlickAnteil der geprüften Websites mit dem jeweiligen ProblemKeine Meta-Description31,7 %Kein Impressum-Link auf der Startseite15,5 %Kein HTTPS10,0 %Ladezeit über 3 Sekunden7,3 %Kein Mobile-Viewport6,8 %Website tot oder fehlerhaft5,6 %On-Page-Werte bezogen auf 1.768 erreichbare Seiten, Erreichbarkeit auf alle 1.872. Eigene Erhebung, 01.09.2026.
Die sechs Kernbefunde der Website-Studie 2026 als Balkendiagramm, von fehlender Meta-Description (31,7 Prozent) bis tote Website (5,6 Prozent).

Impressum: 15,5 Prozent zeigen auf der Startseite keinen Link

Auf 15,5 Prozent der erreichbaren Startseiten taucht das Wort "Impressum" nirgends auf, auch nicht im Footer. Zur Einordnung: Das Impressum muss nach § 5 DDG leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sein, der übliche Weg ist ein Footer-Link auf jeder Seite. Ein fehlender Link auf der Startseite ist deshalb mindestens ein Warnsignal, auch wenn im Einzelfall ein Impressum auf einer Unterseite liegen kann.

Bei den Brandschutz-Dienstleistern fehlt der Link nur auf 8,1 Prozent der Startseiten, bei Hundedienstleistern auf 16,4 Prozent. Was ins Impressum gehört und was Fehler kosten, steht im Ratgeber Impressum: Pflichtangaben, die weiteren rechtlichen Basics in der DSGVO-Checkliste für KMU-Websites.

WordPress dominiert, jede vierte Seite ist Baukasten

Bei den erreichbaren Websites lässt sich in drei von vier Fällen das System erkennen:

System Anteil der erreichbaren Websites
WordPress 40,3 %
Individuell / nicht erkennbar 25,7 %
Jimdo 12,6 %
Wix 8,3 %
IONOS-Baukasten 3,7 %
Shopify 3,1 %
TYPO3 2,6 %
Joomla 1,9 %
Squarespace 1,5 %
Webflow 0,3 %
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Zwei von fünf Betriebs-Websites laufen auf WordPress, gut jede vierte auf einem Baukasten (Jimdo, Wix, IONOS, Squarespace zusammen 26,1 Prozent). Interessant ist die Branchendifferenz: Bei Hundedienstleistern sind Jimdo und Wix zusammen auf über 22 Prozent, im Brandschutz spielen Baukästen fast keine Rolle, dafür tauchen dort TYPO3 und Joomla häufiger auf, oft als Erbe älterer Agentur-Projekte.

Für Betriebe heißt das nicht, dass eines dieser Systeme falsch ist. Es heißt: Die Mehrheit der Wettbewerber nutzt Standard-Lösungen mit Standard-Ergebnissen. Welche Wege es gibt und was sie kosten, vergleichen wir in Webdesign-Preise.

Welches System steckt dahinter?Erkennbares CMS auf 1.768 erreichbaren Betriebs-WebsitesWordPress40,3 %Individuell / nicht erkennbar25,7 %Jimdo12,6 %Wix8,3 %IONOS-Baukasten3,7 %Shopify3,1 %TYPO32,6 %Sonstige (Joomla u. a.)3,7 %Baukasten gesamt (Jimdo, Wix, IONOS, Squarespace): 26,1 %. Marker-Heuristik im Startseiten-HTML.
CMS-Verteilung der Website-Studie 2026: WordPress 40,3 Prozent, individuell 25,7 Prozent, Jimdo 12,6 Prozent, Wix 8,3 Prozent.

Die gute Nachricht: Ladezeiten sind besser als ihr Ruf

Ehrliche Studien berichten auch, was funktioniert: Die geprüften Websites laden im Median in 0,47 Sekunden (kompletter Startseiten-Abruf inklusive Server-Antwort). Nur 7,3 Prozent brauchen länger als 3 Sekunden. Das langsame Betriebs-Web, das in vielen Verkaufspräsentationen beschworen wird, ist in dieser Stichprobe die Ausnahme, nicht die Regel.

Die Engpässe liegen 2026 woanders: bei toten Seiten, fehlender Verschlüsselung, unsichtbaren Suchergebnis-Texten und der Frage, ob eine Website in der KI-Suche überhaupt vorkommt. Was das für die Auffindbarkeit in ChatGPT und Co. bedeutet, erklärt unser Grundlagen-Artikel Was ist GEO?

Was Betriebe aus der Studie mitnehmen sollten

Fünf Prüfpunkte, sortiert nach Aufwand:

  1. Eigene Website aufrufen. Heute. Vom Handy, nicht vom Büro-PC. 5,6 Prozent der Kollegen verlinken auf eine Fehlermeldung, ohne es zu wissen.
  2. Auf das Schloss-Symbol achten. Ohne HTTPS gibt es 2026 keine Ausrede mehr, die Umstellung ist bei jedem Hoster Standard.
  3. Impressum-Link in den Footer. Sichtbar auf jeder Seite, nicht versteckt.
  4. Meta-Description je Seite schreiben. Zwei Sätze, die sagen, was der Betrieb macht und für wen. Das ist der billigste SEO-Hebel dieser Liste.
  5. Einmal im Jahr technisch prüfen lassen. Automatisiert geht das kostenlos, zum Beispiel mit unserem DSGVO-Check oder dem Website-Audit.

FAQ: Website-Studie 2026

Wie viele Betriebe haben keine eigene Website?

In unserer Stichprobe von 2.255 gelisteten Dienstleistungsbetrieben haben 17 Prozent keine Website hinterlegt. Der Wert unterscheidet sich stark nach Branche: Bei Brandschutz-Dienstleistern (B2B) fehlt die Website nur bei 6,3 Prozent, bei Hundedienstleistern bei 18 Prozent. Repräsentativ für alle deutschen KMU ist das nicht, aber es ist ein aktueller, vollständig gemessener Realwert aus zwei Branchen.

Welches CMS nutzen kleine Betriebe am häufigsten?

WordPress führt mit 40,3 Prozent der erkennbaren Systeme, gefolgt von Baukästen (Jimdo 12,6 Prozent, Wix 8,3 Prozent, IONOS 3,7 Prozent, Squarespace 1,5 Prozent). Gut ein Viertel der Websites ist individuell gebaut oder das System ist nicht erkennbar. Die Verteilung stammt aus 1.768 erreichbaren Betriebs-Websites, geprüft im September 2026.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Automatisierter Abruf der Startseite jedes Betriebs am 1. September 2026: ein GET-Request pro Website, 8 Sekunden Timeout, Weiterleitungen verfolgt, User-Agent mit Studienzweck und Kontaktadresse. Ausgewertet wurden nur technische Signale (Status, HTTPS, Viewport, Impressum-Link, Meta-Description, Ladezeit, CMS-Marker). On-Page-Quoten beziehen sich nur auf erreichbare Seiten. Einzelne Betriebe werden nicht genannt.

Ist die Stichprobe repräsentativ?

Nein, und das sagen wir bewusst dazu. Die 2.255 Betriebe stammen aus zwei Branchenverzeichnissen, die wir selbst betreiben (hundeservice24.com und brandschutzfinder.de), und decken zwei Dienstleistungsbranchen ab. Die Stärke der Daten liegt in Größe, Aktualität und offener Methodik, nicht in Repräsentativität für die Gesamtwirtschaft.

Warum sind tote Websites ein so großes Problem?

Weil sie unbemerkt bleiben. Die 104 toten oder fehlerhaften Websites unserer Stichprobe sind in Verzeichnissen, Google-Profilen und auf Visitenkarten verlinkt. Jeder Interessent, der dort klickt, landet auf einer Fehlermeldung und zieht weiter zum nächsten Treffer. Der Betrieb bezahlt die Folgen, ohne je eine Fehlermeldung zu sehen.

Darf ich die Zahlen dieser Studie zitieren?

Ja, mit Quellenangabe "KI-WebSichtbar, Website-Studie 2026" und Link auf diese Seite. Die Methodik steht vollständig in diesem Artikel. Für Rückfragen, Rohdaten-Aggregate oder Branchen-Auswertungen: [email protected].

Quellen: Eigene Erhebung KI-WebSichtbar, 1.872 Websites, 01.09.2026 (Methodik im Artikel) · Google/SOASTA: The Need for Mobile Speed (2016) · § 5 DDG (gesetze-im-internet.de) · Stand: 1. September 2026