Website Briefing erstellen: Vorlage + Checkliste (2026)

Auf einen Blick

Ein vollständiges Website-Briefing deckt 8 Blöcke ab: Unternehmen, Ziele, Zielgruppe, Wettbewerb, Design, Inhalte, Technik, Budget. Wer alle 8 Blöcke ausfüllt, spart im Schnitt 2 bis 4 Revisionsrunden, bei einem Stundensatz von 80 bis 150 EUR sind das schnell 500 bis 1.500 EUR. Zum Ausfüllen brauchst du 60 bis 90 Minuten, wenn alle Infos griffbereit sind.

Aktualisiert: 17. Juli 2026
Das Wichtigste in Kürze
  • Ein vollständiges Briefing deckt 8 Blöcke ab: Unternehmen, Ziele, Zielgruppe, Wettbewerb, Design, Inhalte, Technik, Budget.
  • Ein gutes Briefing spart im Schnitt 2 bis 4 Revisionsrunden. Bei 80 bis 150 EUR Stundensatz sind das 500 bis 1.500 EUR.
  • Die meisten Briefings decken nur rund 80 % der nötigen Infos ab. Die fehlenden 20 % kosten oft Wochen Verzögerung.
  • Mit allen Infos griffbereit dauert das Ausfüllen 60 bis 90 Minuten, ohne Vorbereitung eher 2 bis 3 Tage.
  • Ein One-Pager-Briefing braucht nur 5 der 8 Blöcke und ist in 30 bis 45 Minuten fertig.

Was ist ein Website-Briefing und warum ist es so wichtig?

Website-Briefing: Ein strukturiertes Dokument mit 8 Themenblöcken (Unternehmen, Ziele, Zielgruppe, Wettbewerb, Design, Inhalte, Technik, Budget), das deinem Webdesigner oder Entwickler alle Informationen liefert, um deine Website ohne Rückfragen und Fehlannahmen zu planen und umzusetzen.

Ein Website-Briefing ist ein Dokument das deinem Webdesigner oder Entwickler alle Informationen gibt die er braucht, um genau die Website zu bauen die du dir vorstellst. Kein Raten, kein Hin-und-Her, kein "Das meinte ich nicht".

Je besser dein Briefing, desto:

  • schneller ist die Website fertig
  • weniger Revisionsrunden brauchst du
  • näher ist das Ergebnis an deiner Vorstellung
  • günstiger wird das Projekt (Stundensatz-Anbieter danken dir)

Ein gutes Briefing spart dir im Schnitt 2-4 Revisionsrunden. Bei einem Stundensatz von 80-150 EUR sind das schnell 500-1.500 EUR.

„Die meisten Briefings die ich bekomme, haben 80 Prozent der nötigen Infos. Die fehlenden 20 Prozent kosten aber keine Stunden, sondern Wochen, weil jede Rückfrage eine neue Warteschleife im Projekt öffnet."

Niklaas Zander, Gründer von KI-WebSichtbar
Ein schwaches Briefing lässt den Webdesigner raten. Ein vollständiges Briefing mit allen 8 Blöcken spart 2 bis 4 Revisionsrunden.
Schwaches Briefing vs. vollständiges Briefing Was fehlt, wird zur Annahme. Was fehlt nicht, wird zum Ergebnis. Schwaches Briefing ✕ "Modern und professionell" ✕ Kein klares Hauptziel ✕ Texte erst "später" ✕ 3 Entscheider ohne Absprache ✕ Kein Zeitpuffer Ergebnis 5-8 Revisionsrunden VS Vollständiges Briefing ✓ Alle 8 Blöcke ausgefüllt ✓ 1 klares Hauptziel ✓ Texte vorab geklärt ✓ 1 Entscheider final ✓ Zeitpuffer eingeplant Ergebnis 2-4 Revisionsrunden Der Unterschied liegt nicht im Talent des Webdesigners, sondern in den Infos, die er vorab bekommt.

Was bringt dir ein vollständiges Briefing konkret?

Ein unvollständiges Briefing ist kein Kavaliersdelikt. Es ist der häufigste Grund, warum Webdesign-Projekte länger dauern und teurer werden als ursprünglich geplant.

47 %

aller gescheiterten Projekte scheitern laut einer PMI-Studie an ungenauem Anforderungsmanagement, nicht an schlechter Umsetzung. Beim Website-Briefing gilt dasselbe Prinzip: Fehlende Infos werden zu Annahmen, und Annahmen werden zu Revisionsrunden.

Quelle: PMI: Requirements Management

Konkret rechnet sich ein vollständiges Briefing so: Ein Freelancer-Webdesigner in Deutschland verlangt 2026 im Schnitt 101,70 EUR pro Stunde. Jede Revisionsrunde, die durch ein unvollständiges Briefing entsteht, kostet dich real Zeit und Geld, nicht nur Nerven.

101,70 EUR

verdienen Freelancer in Deutschland 2026 im Schnitt pro Stunde. Bei 2 bis 4 gesparten Revisionsrunden sind das schnell 500 bis 1.500 EUR, die ein vollständiges Briefing dir direkt spart.

Quelle: freelance.de Freelancer-Studie 2026

Fazit
Ein Briefing ist keine lästige Pflicht vor dem eigentlichen Projekt. Es ist der Teil des Projekts, der am meisten Zeit und Geld spart, noch bevor der Webdesigner die erste Zeile Code schreibt.

Wenn du parallel überlegst, ob du deine Website überhaupt selbst mit einem KI-Tool bauen willst statt einen Dienstleister zu briefen, lohnt sich vorher unser Artikel Website mit KI erstellen: Der komplette Guide. Er zeigt, wo KI-Builder an ihre Grenzen kommen und ein Briefing erst recht nötig wird.

Vom vollständigen Briefing zum Ergebnis: Jeder Schritt reduziert Annahmen, Rückfragen und am Ende die Kosten.
Was ein vollständiges Briefing auslöst Vier Schritte von der Vorlage bis zur Ersparnis 1. Vollständiges Briefing Alle 8 Blöcke 2. Weniger Annahmen Weniger Rückfragen 3. 2-4 statt 5-8 Runden Weniger Revisionen 4. 500-1.500 EUR gespart bei 80-150 EUR/Std. Jede eingesparte Revisionsrunde zahlt direkt auf dein Budget ein.

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Die vollständige Website-Briefing-Vorlage

Arbeite alle 8 Blöcke durch. Überspringe keinen Block, auch wenn er dir unwichtig erscheint. Was für dich selbstverständlich ist, kennt dein Webdesigner nicht.

Website-Briefing: 6 Bereiche Je vollständiger dein Briefing, desto besser das Ergebnis 1 Unternehmen Branche, Größe, USP Bestehende Website? Wettbewerber 2 Zielgruppe Wer sind deine Kunden? Alter, Branche, Position Welches Problem löst du? 3 Ziele Leads, Verkäufe, Sichtbarkeit? Messbare KPIs definieren Was soll der Besucher tun? 4 Design Farben, Logo vorhanden? Beispiele die dir gefallen Stil: modern, klassisch? 5 Technik Domain vorhanden? Funktionen (Buchung, Shop?) Hosting-Präferenz? 6 Content Texte vorhanden? Fotos/Videos vorhanden? Wer schreibt die Texte? Grün = Strategisch (das Wichtigste). Orange = Operativ (kommt danach). Alle 6 gehören ins Briefing.
Die 6 Bereiche eines vollständigen Website-Briefings: Von Unternehmensdaten bis Content.

Block 1: Dein Unternehmen

  • Name des Unternehmens (genau wie er überall verwendet wird)
  • Rechtsform (GmbH, GbR, Einzelunternehmen, Freiberufler)
  • Was machst du genau? (In 2-3 Sätzen, für jemanden der deine Branche nicht kennt)
  • Seit wann gibt es das Unternehmen?
  • Standort/e (Wo arbeitest du, wo bist du tätig?)
  • Anzahl Mitarbeiter
  • Bisherige Website? (URL wenn vorhanden, was du behalten willst, was weg soll)

Block 2: Ziele der Website

Das ist der wichtigste Block. Eine Website ohne klares Ziel ist wie ein Laden ohne Kasse.

  • Was soll der Besucher tun? (Anrufen, E-Mail schreiben, Termin buchen, kaufen, anmelden)
  • Primäres Ziel (Ein Ziel, das wichtigste)
  • Sekundäres Ziel (Optional, falls relevant)
  • Messung: Wie weißt du, dass die Website erfolgreich ist? (Anfragen pro Monat, Umsatz, Leads)
Beispiel
Primäres Ziel: Interessenten sollen über das Kontaktformular anfragen. Sekundäres Ziel: Newsletter-Anmeldung. Messung: 10 Anfragen pro Monat.


Block 3: Deine Zielgruppe

  • Wer sind deine Kunden? (Alter, Beruf, Situation, Problem das sie haben)
  • B2B oder B2C (Oder beides?)
  • Geografischer Fokus (Lokal, regional, national, international?)
  • Was sucht dein Kunde wenn er auf deine Seite kommt? (Konkret beschreiben)
  • Was macht deinen idealen Kunden aus? (3 Eigenschaften)

Wenn du noch kein klares Bild deiner Zielgruppe hast, hilft der Artikel Professionelles Webdesign: Was es bringt und woran man es erkennt, bevor du überhaupt anfängst.


Block 4: Deine Wettbewerber und Positionierung

  • 3 direkte Wettbewerber (Firmenname + URL)
  • Was macht die gut? (Was magst du an deren Websites?)
  • Was machen die schlecht? (Was willst du besser machen?)
  • Warum sollte jemand zu DIR und nicht zum Wettbewerber? (Dein USP, möglichst konkret)
Tipp
Schreib beim USP nicht "persönlicher Service" oder "höchste Qualität". Das sagen alle. Schreib was wirklich messbar anders ist: "48h Lieferzeit", "10 Jahre Garantie", "einziger Anbieter in der Region für X".

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Block 5: Design-Vorstellungen

  • 3-5 Websites die du magst (URL + was dir daran gefällt, z.B. "die Farben", "die Schlichtheit", "die Animationen")
  • 3-5 Websites die du nicht magst (URL + was dich stört)
  • Deine Lieblingsfarbe/n (oder Hex-Codes wenn du sie kennst)
  • Farben die du nicht willst
  • Stil-Tendenz: Eher modern/minimalistisch, eher klassisch/vertrauenswürdig, eher bunt/lebendig?
  • Logo vorhanden? (Dateiformat: SVG oder AI bevorzugt, sonst hochauflösendes PNG)
  • Brand-Guide vorhanden? (Falls ja: anhängen)

Block 6: Inhalte und Texte

  • Welche Seiten soll die Website haben? (Startseite, Über uns, Leistungen, Kontakt, Blog, FAQ...)
  • Lieferst du die Texte selbst? (Ja / Nein / Teilweise)
  • Falls nein: Willst du Texterstellung beauftragen?
  • Bilder: Hast du eigene? (Firmenfotos, Produktfotos, Teamfotos)
  • Falls nein: Stock-Fotos, KI-Bilder oder Fotoshooting?
  • Videos geplant? (Einbettung von YouTube/Vimeo oder eigenes Hosting?)
  • Sonstige Inhalte: Zertifikate, Auszeichnungen, Referenzen, Bewertungen (Google, Trustpilot)?
Hinweis
Texte sind der häufigste Engpass in Website-Projekten. Wenn du professionelle Texterstellung willst, kläre das vorab. Bei KI-WebSichtbar sind professionelle Texte in allen Paketen enthalten.


Block 7: Technische Anforderungen

  • Domain: Vorhanden? (URL) Neue gewünscht? (Wunschname)
  • Hosting: Bereits vorhanden? (Anbieter, Laufzeit) Oder soll der Dienstleister liefern?
  • E-Mail-Adressen: Sollen diese geändert werden oder bleiben die?
  • Kontaktformular: Ja/Nein, welche Felder?
  • Terminbuchung: Integration gewünscht? (Calendly, Buchungsplattform)
  • Newsletter: Mailchimp, Brevo, andere?
  • Online-Shop: Nein / Ja (Shopify, WooCommerce, anderes?)
  • Login-Bereich: Nein / Ja (Für Kunden, Mitarbeiter?)
  • Mehrsprachigkeit: Nein / Ja (welche Sprachen?)
  • Barrierefreiheit (WCAG): Pflicht ab 2025 für öffentliche Stellen. Für private KMU empfohlen.
  • DSGVO: Soll das vollständig mit erledigt werden? (Cookie-Banner, Datenschutzerklärung, Impressum)

Block 8: Zeitplan und Budget

  • Wann soll die Website live sein? (Konkretes Datum oder "so schnell wie möglich")
  • Gibt es einen Anlass? (Messe, Event, Kampagnenstart, Geschäftsjahresbeginn)
  • Dein Budget: Bitte konkret nennen. Ein Webdesigner der dein Budget nicht kennt, kann kein passendes Angebot machen.
  • Laufende Kosten: Was ist dein monatliches Budget für Hosting, Wartung, Updates?
Tipp zum Budget: Nenn lieber eine realistische Zahl als gar keine. "Mein Budget ist 2.000-3.500 EUR" ist für den Dienstleister hilfreicher als "so günstig wie möglich". Das führt nur zu Angeboten die nicht passen.

Wie hängen die 8 Blöcke zusammen?

Die 8 Blöcke sind keine isolierte Checkliste, sie hängen zusammen. Deine Ziele (Block 2) bestimmen, welche Inhalte du in Block 6 brauchst. Deine Zielgruppe (Block 3) bestimmt den Stil in Block 5. Dein Budget (Block 8) bestimmt, wie viele der anderen 7 Blöcke ein Dienstleister überhaupt in vollem Umfang bearbeiten kann.

Wer Block 8 ausfüllt, ohne die Blöcke 1-7 zu kennen, bekommt eine Zahl ohne Kontext. Wer alle 8 Blöcke zusammen ausfüllt, bekommt ein Angebot, das wirklich zu seinem Vorhaben passt, nicht nur zu einer isolierten Budgetzeile.

Die 8 Blöcke eines Website-Briefings hängen zusammen: Ziele, Zielgruppe und Budget beeinflussen sich gegenseitig.
Die 8 Blöcke im Zusammenhang Kein Block steht für sich allein Website- Briefing 1. Unter- nehmen 2. Ziele 3. Ziel- gruppe 4. Wett- bewerb 5. Design 6. Inhalte 7. Technik 8. Budget Budget (8) entscheidet, wie viele der anderen 7 Blöcke voll umgesetzt werden können.

Die 5 häufigsten Fehler in Website-Briefings

Fehler 1: "Modern und professionell" als Design-Vorgabe Das sagen 90% der Auftraggeber. Es sagt nichts aus. Zeig Beispiele. Das ist zehnmal hilfreicher als jede Beschreibung.

Fehler 2: Kein klares Hauptziel Wenn du sagst "Die Website soll informieren, verkaufen, zur Marke passen und auch für SEO gut sein", hast du kein Ziel. Nenn das eine wichtigste Ziel.

Fehler 3: Texte auf "später" verschieben Viele Auftraggeber denken: Erst Website fertig, dann Texte. Das geht nicht. Das Design hängt von den Texten ab. Kläre Texterstellung vor Projektbeginn.

Fehler 4: Zu viele Entscheider "Meine Partnerin, mein Bruder und mein Steuerberater müssen die Website noch abnehmen." Drei Menschen, drei Meinungen. Leg vorab fest: Eine Person entscheidet final.

Fehler 5: Kein Zeitpuffer Wenn du sagst "Ich brauche die Website in 2 Wochen" aber dein Briefing erst nach einer Woche fertig ist, ist dein Zeitplan schon vor Projektstart gescheitert.

5 häufigste Briefing-Fehler 1 Keine Zielgruppe definiert "Alle" ist keine Zielgruppe 2 Nur Design, keine Strategie "Soll schön aussehen" reicht nicht 3 Kein Budget genannt Budget-Rahmen hilft beiden Seiten 4 Fehlende Texte und Bilder Größter Blocker im ganzen Prozess 5 Keine Deadline Ohne Termin wird das Projekt endlos KI-WebSichtbar führt dich mit einem strukturierten Fragebogen durch alle 6 Bereiche.
Die 5 häufigsten Fehler in Website-Briefings und wie du sie vermeidest.

Briefing vs. Angebot: Was kommt zuerst?

Viele denken: Erst Angebot einholen, dann Briefing schreiben. Das ist rückwärts.

Richtige Reihenfolge:

  1. Briefing schreiben (zumindest die Blöcke 1-7)
  2. Briefing an mehrere Dienstleister schicken
  3. Angebote vergleichen auf Basis gleicher Grundlage
  4. Auftrag vergeben

Wenn du Angebote ohne Briefing anforderst, vergleichst du Äpfel mit Birnen. Jeder Dienstleister macht Annahmen die sich unterscheiden.

Wie du Angebote dann richtig vergleichst, erklärt der Artikel Webdesign Angebote vergleichen: Darauf achten (2026). Den vollständigen Ablauf vom Briefing bis zum Go-Live findest du im Artikel Website erstellen lassen: Ablauf Schritt für Schritt.


Wie lang sollte ein Briefing sein?

Kurz: So lang wie nötig, so kurz wie möglich.

Ein gutes Briefing ist kein Roman. 2-4 Seiten A4 mit konkreten Antworten auf die 8 Blöcke reichen für die meisten Website-Projekte. Wichtiger als Länge ist Vollständigkeit: Alle 8 Blöcke abgedeckt.

Wenn du ein komplexeres Projekt hast (Shop, Mehrsprachigkeit, viele Seiten), darf das Briefing länger sein. Aber fang mit den 8 Blöcken an. Wenn du dir vorher noch unsicher bist, wie deine Website überhaupt strukturiert sein soll, hilft ein Blick in Website-Konzeption: So gehst du strukturiert vor, bevor du das Briefing final ausfüllst.


Wie unterscheidet sich das Briefing je nach Website-Typ?

Nicht jedes Projekt braucht das volle Briefing mit allen 8 Blöcken im Detail. Wie viel Zeit und wie viele Blöcke du wirklich brauchst, hängt vom Website-Typ ab:

Website-Typ Benötigte Blöcke Zeitaufwand zum Ausfüllen Typische Revisionsrunden ohne vollständiges Briefing
One-Pager (Launchpad) 5 von 8 30-45 Minuten 3-5
5-Seiter (Workhorse) 8 von 8 60-90 Minuten 4-6
Growth Engine (Blog/SEO) 8 von 8 + Zusatzblock 90-120 Minuten 5-8
← Tabelle seitlich scrollen →

One-Pager (Launchpad): Fokus auf Blöcke 1, 2, 3, 5, 8. Technisch minimal. Geht in 30-45 Minuten. Was ein One-Pager leisten kann, erklärt der Artikel One-Pager erstellen lassen: Kosten + Beispiele.

5-Seiter (Workhorse): Alle 8 Blöcke. Besonders wichtig: Block 6 (Inhalte) mit klarer Seitenstruktur.

Größeres Projekt mit Blog und SEO (Growth Engine): Alle 8 Blöcke plus: Keyword-Ziele (welche Suchbegriffe willst du ranken?), Content-Plan (wie oft sollen neue Artikel erscheinen?), Analytics-Anforderungen. Für Preisvergleiche bei größeren Projekten hilft der Artikel Website erstellen lassen: Kosten im Überblick.

Häufige Fragen zum Website-Briefing

Was ist ein Website-Briefing?

Ein Website-Briefing ist ein Dokument mit 8 Themenblöcken: Unternehmen, Ziele, Zielgruppe, Wettbewerb, Design, Inhalte, Technik und Budget. Es gibt deinem Webdesigner alle Infos, die er für ein passendes Angebot und eine zielgerichtete Umsetzung braucht. Ein vollständiges Briefing verhindert Missverständnisse und spart dir im Schnitt 2 bis 4 Revisionsrunden.

Wie lange brauche ich für ein Briefing?

Wenn du alle Infos griffbereit hast (Zielgruppe klar, Bilder vorhanden, Budget entschieden), dauert das Ausfüllen 60 bis 90 Minuten. Musst du erst Bilder suchen, Texte überlegen und Wettbewerber recherchieren, kann es 2 bis 3 Tage dauern. Plane für ein vollständiges Briefing lieber einen Tag mehr ein als zu wenig.

Muss ich das Briefing vor der Anfrage fertig haben?

Nein, für die erste Anfrage reichen die Blöcke 1, 2, 3 und 8, also Unternehmen, Ziele, Zielgruppe und Budget. Das genügt den meisten Dienstleistern für ein grobes Angebot. Das vollständige Briefing mit allen 8 Blöcken lieferst du nach, sobald du dich für einen Anbieter entschieden hast und das Projekt offiziell startet.

Was wenn ich keine Design-Ideen habe?

Kein Problem, das ist der häufigste Fall. Such dir 3 bis 5 Websites, in deiner Branche oder komplett außerhalb, die dir optisch gefallen, und mach Screenshots. Schreib zu jeder Seite einen Satz, was genau dir gefällt: die Farben, die Schlichtheit, die Bilder. Das reicht als Design-Briefing für den Projektstart völlig aus.

Brauche ich ein Briefing auch für günstige Projekte?

Ja, gerade dann. Bei einem Launchpad-Projekt für 1.499 EUR kalkuliert der Dienstleister deutlich weniger Zeit für Rückfragen ein als bei einem 6.000-EUR-Projekt. Ein unvollständiges Briefing frisst also einen größeren Anteil der ohnehin knappen Zeit. Ein vollständiges Briefing ist bei günstigen Projekten deshalb noch wichtiger als bei teuren.

Muss ich mein Budget nennen?

Ja. Ohne Budget-Information kann kein Dienstleister ein realistisches Angebot machen, er rät sonst zwischen 1.500 und 15.000 EUR und trifft selten genau deine Erwartung. Dein Budget ist keine Verhandlungsschwäche, sondern eine Orientierungshilfe. Eine Angabe wie "2.000 bis 3.500 EUR" bringt dir passendere Angebote als "so günstig wie möglich".

Wie unterscheidet sich das Briefing für Freelancer vs. Agentur?

Inhaltlich sind die 8 Blöcke identisch, egal ob du an einen Freelancer oder eine Agentur gehst. Der Unterschied liegt im Format: Eine Agentur gibt dir oft einen vorgegebenen Fragebogen, ein Freelancer meist nicht. Diese Vorlage passt für beide Fälle und macht dich beim Freelancer sogar strukturierter als die Agentur-Vorlage.

Was passiert wenn mein Briefing unvollständig ist?

Der Dienstleister macht Annahmen an den fehlenden Stellen. Manche treffen, viele nicht. Laut PMI-Studie scheitern 47 Prozent aller Projekte genau an solchen ungenauen Annahmen. Für dein Website-Projekt bedeutet das meist 2 bis 4 zusätzliche Revisionsrunden und im schlimmsten Fall Mehrkosten. Besser: Investier die 60 bis 90 Minuten vorab.